Starbucks Stories #1

Das Foto ist auf einer Brücke entstanden während eines Winterspaziergangs mit meinem Freund im letzten Jahr. Meine Erinnerungen zu dem Bild möchte ich als sogenannte #Starbucks Story heute mit euch teilen.

Für mich steht das Foto für eine harte Zeit, für die nicht so schönen Momente im Leben in denen man einfach mal die Zähne zusammen beißen muss.

Vorab kann ich sagen, dass es sich für mich gelohnt hat, die Zeit hinter mich zu bringen, denn heute, nicht mal ein Jahr nachdem das Foto gemacht wurde, fühlt es sich an als wären seitdem mehrere Jahre ins Land gezogen. Die Emotionen, die ich damit verbinde sind mittlerweile sehr stark verblasst, die Probleme von damals kommen mir viel kleiner und unbedeutender vor und ich habe erkannt, dass manchmal erst etwas schief gehen muss, damit es letztendlich gut werden kann.

Der letzte Winter war für mich in zweierlei Hinsicht eine Herausforderung.

Einerseits habe ich nach meinem Schulabschluss den Schritt ins Berufsleben gewagt und musste relativ schnell feststellen, dass ich die falsche Entscheidung getroffen hatte. Der Weg, den ich eingeschlagen hatte, war eindeutig nicht der richtige für mich, und ich tat mich anfangs sehr schwer mich mit dem Gedanken anzufreunden mich nochmal komplett neu zu orientieren, nachdem ich mir doch jahrelang so sicher war was ich nach dem Abi mal machen möchte. Solche „Orientierungsphasen“ können einen nervlich ganz schön mitnehmen. Da ist das Gefühl der Enttäuschung, weil man sich selber alles anders vorgestellt hat. Die Angst, weil man plötzlich keinen Plan mehr hat und einem auch niemand einen Stundenplan fürs Leben geben wird wie man das aus der Schule gewohnt war. Die Verzweiflung, wenn einem nach langer Überlegung immer noch nichts einfällt.

Dazu kam, dass mein Freund bedingt durch sein Studium umziehen musste und uns sozusagen von einem Tag auf den anderen mehrere hundert Kilometer trennten. Das brachte erneut das Gefühl der Enttäuschung mit ins Spiel, weil man sich alleine gelassen fühlt, irgendwie hintergangen. Die Einsamkeit, wenn einem nicht viel bleibt als ein paar Minuten Aufmerksamkeit am Telefon. Die Ungewissheit, weil einem niemand sagen kann, wie es weitergehen soll.

In diesem Moment (und ich denke jeder kommt früher oder später an einen Punkt, an dem er nicht mehr weiter weis)  ist das einzig wichtige, nicht alles anzuzweifeln. Nur weil ein bestimmter Teil des Lebens (oder mehrere) eben nicht so läuft wie man sich das vorgestellt hat, muss man noch lange nicht den Kopf in den Sand stecken. Wenn irgendwie „alles scheiße“ ist, hilft es gelegentlich, das ganze aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Dann hat die momentane Situation eben einiges an Verbesserungspotenzial, was solls, das ist doch schon mal etwas Positives.

Mit Veränderungen umzugehen ist, weis Gott, nicht einfach und deswegen ist es völlig ok, wenn man erstmal etwas durch den Wind ist. Wie ich schon sagte, oft muss anscheinend erstmal etwas, was man unbedingt wollte schief gehen, damit man merkt, dass es etwas anderes, viel besseres gibt. Auf eine Beziehung übertragen heißt das, dass harte Zeiten einen noch mehr zusammenschweißen und stärker machen können.

Wenn  man stets daran festhält was man schon erreicht hat und sich darauf fokussiert was man noch erreichen will (sprich: Was waren nochmal meine Ziele? Was macht mir Spaß? Was treibt mich an?), dann ist kein Loch tief genug, als dass man nicht doch wieder herauskommt.

 

Und die Moral von der Geschicht:

Schlechte Zeiten gehören zum Leben, wie die Butter aufs Brot. Kopf hoch, Arschbacken zusammenkneifen, auch die schwärzeste Nacht geht irgendwann vorbei! 😉

 

 

PS: (Heute habe ich mich beruflich neu orientiert und meine Fernbeziehung hat die schwierige Anfangsphase unbeschadet überstanden)

 

Wart ihr schon mal in einer ähnlichen Situation? Ich freue mich über euer Feedback!

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