Alles eine Frage der Perspektive.

„Witwe“ „Terroranschlag“ „Krebs“ Drei Wörter, die eher untypisch für einen normalen Gesprächsablauf sind. Man findet sie nur, wenn man sie sucht. Aber weshalb? Ist es die bloße Bedeutung? Oder die möglicherweise tragische Geschichte hinter dem Wort? Nein, es ist die menschliche Assoziation. Einsamkeit, Angst, Trauer und Schmerz sind unangenehme Emotionen, die nur darum bitten von Smalltalks und lockeren Konversationen ferngehalten zu werden.

Aber wie gut kennen wir sie wirklich? Wut entsteht, wenn einem der Bus direkt vor der Nase wegfährt. Traurig sind wir, wenn wir einen Test nicht bestehen, für den wir so lange gebüffelt haben. Schmerz empfinden wir, wenn wir mit dem besten Freund in Streit geraten. Jeder Mensch durchlebt Situationen, die von negativen Emotionen geprägt sind.

Eine Frau, die ihren Mann durch einen Autounfall verloren hat wird allerdings die Trennung einer Jugendliebe nur belächeln. Doch fragt man den Teenager, der gerade von seiner ersten großen Liebe verlassen wurde, wird er von unendlichem Herzschmerz und Verzweiflung sprechen. Denn in der Regel empfindet jeder Mensch die eigene Lebenssituation als die schwierigste, den eigenen Job als den stressigsten, das eigene Studium als das anspruchsvollste und die eigenen Probleme als die schwerwiegendsten.

Und hier gibt es Bedarf zum Umdenken. Man sollte sich öfter mal einen Moment Zeit nehmen, um die eigene Situation objektiv zu betrachten. Die eigenen Probleme verschwinden selbstverständlich nicht, wenn man sich die berühmten Worte „Die Menschen in Afrika haben nicht einmal genug Nahrung und frisches Trinkwasser“ ins Gedächtnis ruft. Und ich muss zugeben, ich mag solche Vergleiche nicht besonders. Aber es ist etwas wahres dran. Es geht darum, die eigenen Probleme richtig einschätzen zu können. Dadurch kann man sich und seinen Mitmenschen das Leben im Alltag um einiges erleichtern. Nicht bei jeder Kleinigkeit an die Decke gehen. Öfter mal dankbar sein. Den liebsten Menschen mehr Aufmerksamkeit schenken als egoistischen Gedanken. Zur Abwechslung mal mit einem Lächeln in den Tag starten, denn, mal ganz unter uns, so schlimm ist das Leben doch gar nicht.

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